HiFi&Records Magazin 02/20 über “Minhas Raízes”

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Nice Brazil, Minhas Raízes, GLM/Soulfood FM 254-2 Audiophil

Unter all den Pseudonymen im internationalen Showbusiness ist jenes der Sängerin Nice Brazil der vielleicht gewagteste. Weiß man allerdings, dass die nicht mehr ganz junge Dame aus São Paulo mit Vornamen Cleonice heißt und dessen Abkürzung sich »nitse« ausspricht, dann relativiert sich manches. Nicht aber das Versprechen netter brasilianischer Klänge, das »Minhas Raízes« in heiterer Farbenpracht erfreulich munter einlöst. Verwandelt Nice Brazil doch vom traditionellen Choro oder Baião bis zu Samba und Bossa-Nova unterschiedlichste Stile ihrer Heimat in jazzigen Arrangements zu ihrer ganz eigenen Ausdeutung der Música Popular Brasileira – wovon gleich zum Auftakt mit »Deixa« ihre Verbeugung vor Baden Powell in duftiger Eleganz zur flirrenden Gitarre von João luis Nogueira Pinto kündet. Der Titel-Track entfaltet zu Nices geschmeidiger Stimme einen feinen Samba-Groove. Nach rhythmisch interessanten Perlen wie »Pra Lá e Pra Cá« gibt Tony Lakatos am Sopransax dem anrührend zart gehauchten »Te Amei« eine ganz besondere Note. Und ihre Version der »Bachianas Brasileiras Nr. 5«  von Heitor Villa Lobos ist schlicht grandios. Spätestens da konstatiert man beglückt: lt’s very Nice.

v. Sven Thielmann

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